Organisation ist alles

Viele Menschen können ihren Urlaub nur genießen, wenn alles bereits vorab perfekt organisiert ist. Der Flug ist am besten über ein Reisebüro gebucht, am liebsten mit Stornoversicherung. Man weiß ja nie! Alle Transfers und Unterkünfte sind organisiert. Vielleicht ist sogar das Ausflugsprogramm schon fix. So kommt man vor Ort nicht in Stress, muss sich um nichts mehr kümmern und kann sich ganz auf das Genießen konzentrieren. Das hat doch was!

Für uns ist diese Art des Reisens das genaue Gegenteil. Die Vorstellung, schon vorab genau zu wissen, wo man wann sein wird und welche Erlebnisse auf einen warten, ist der pure Horror für uns. Wir sind schon froh, wenn wir wissen, in welches Land wir wollen, was z. B. nicht der Fall ist, wenn wir mit dem Auto losfahren. Da entscheiden wir oft am Start nur die Himmelsrichtung.
Bei Flugreisen ist es freilich anders: Da buchen auch wir vorab den Flug und investieren etwas Zeit, um den möglichst günstigsten herauszusuchen. Dann kümmern wir uns noch um die Einreise – also z.B. Visumsanträge. Und falls wir einen Mietwagen brauchen, wird auch der vorab gebucht. Bei Fernreisen reservieren zusätzlich noch die erste Nacht in einem Hotel in Flughafennähe.

Wir nehmen übrigens auch kaum Bargeld mit. Kredit- und Bankomatkarte genügen meist völlig. Nur wenn wir in sehr abgelegene Regionen reisen, decken wir uns bei Ankunft mit der jeweiligen Landeswährung ein. Dank e-sim ist auch die Kommunikation inzwischen kein Problem mehr. Und wenn das Handy noch nicht dafür ausgerüstet ist, gibt es an allen Flughäfen eine entsprechende sim-Karte zu kaufen. Zugang zum Internet ist wichtig. Sei es für diverse Buchungen oder die Navigation. Wobei wir hier sicherheitshalber vorab immer auch offline-Karten herunterladen.

Und dann? Ja dann schauen wir uns unsere google maps Einträge an. Wir sammeln nämlich laufend, Infos zu allen möglichen Ländern, Attraktionen, Wanderrouten etc. und markieren diese. Wann immer wir also in ein Land kommen, haben wir schon ein paar Optionen und können uns dann entscheiden, worauf wir Lust haben. Einziges Kriterium ist, dass wir die mögliche Route in der gegebenen Zeit auch schaffen können. Wir haben nämlich keine Lust, den ganzen Tag nur im Auto zu sitzen. Auch wenn der Weg das Ziel ist, sind für uns 5 bis 6 Stunden Fahrzeit/Tag das Maximum. So bleibt bei aller Spontaneität immer genug Zeit für Erlebnisse und wir kommen mit vielen Eindrücken und wunderbaren Begegnungen zurück nach Hause.

Dieses Jahr werden wir 10 Wochen in Kanada verrbringen und bisher wissen wir nur, dass wir Vancouver anfliegen und von Toronto aus zurück reisen. Und dazwischen? In unserer map sind viele Ideen gesammelt. Wir sind gespannt, was wir dann tatsächlich sehen werden.